Moin zusammen,
ich bin Jan, Kind der 80iger, Informatiker und komme aus dem schönen Schleswig-Holstein. Durch den Wunsch die Lego Sets meiner Kindheit zu vervollständigen und zu reinigen, bin ich auf das Problem gestoßen, das diese schieren Steinmengen kaum zu verwalten sind.
Angefangen habe ich mit Bricklink zur Verwaltung und bin dann irgendwann zu rebrickable gewechselt, aber irgendwie ist jede Seite eher für Händler konzipiert als für den Privatmann der einfach nur Sets und Legosteine verwalten will. Dazu kommt noch, das alles in der Cloud ist, und man dem wohl wollen des Anbieters ausgesetzt ist.
Folgende Punkte haben mich bei der Verwaltung meiner Klemmbausteine (~ 120 Kilogramm) bisher immer gestört:
- Set Inventur nur aufwendig möglich, würde ich gerne als Assistenten integrieren
- Unvollständige Sets sollen auch gespeichert werden können, wobei die Fehlenden Teile dann gesondert aufgelistet werden
- Fehlende Teile aus Sets einfach an Bricklink oder Brickowl wenn möglich übergeben
- Keine Angabe von Lagerorten möglich, schon gar keine gestaffelten Lagerorte (Beispiele: Raum -> Regal -> Fachboden oder Raum -> Kleinteilesortiment -> Schublade)
- Begrenzungen der Steine pro Liste
- Mobilgeräte Nutzung grenzwertig
- Keine komplette Übersicht der fehlenden Teile über alle Sets
- Eigene Bilder für Sets
- Digitale Anleitung dem Set hinterlegen
- Checkboxen beim Erfassen von Sets, ob die OBA, Karton, Blister vorhanden sind
- Nicht wirklich eine chaotische Lagerhaltung von Steinen möglich
- Kein Protokoll wer, wann Bauteile entfernt oder hinzugefügt hat, wenn man z.B. mit mehreren an einer Sammlung arbeitet (Partner, Kind, Freund usw.)
Aus diesem Grund habe ich nun die Tage angefangen Stud Sphere zu Programmieren als Webdienst, den man einfach auf seinem privaten PC, Heimserver oder gemietetem Webspace laufen lassen kann, ohne das man auf 3. Anbieter angewiesen ist.
Ich will auch ganz ehrlich sein, ich mache das nicht nur aus nächsten liebe, sondern eventuell um ein wenig Geld damit zu verdienen. Jetzt kommt das ABER: Für den Fall das Teile des Programms irgendwann mal kostenpflichtig werden, werden das AddOn's sein, die sich immer an die Leuchte richten, die damit Geld verdienen wollen.
Beispiel:
Mir schwebt irgend wann einmal eine Erweiterung vor, mit welcher man seine angelegtes Sets, z.B. als eBay Angebotsbeschreibung exportieren kann, inkl. der selber hochgeladenen Bilder und Notizen die man angelegt hat. Darunter soll dann auch eine Vollständige Teileliste sein, so das der interessierte eBay Käufer zu 100% weiß was er bekommt.
Vom Prinzip her stelle ich mir das wie folgt vor, wenn man Stud Sphere schon bei Strato, 1&1 oder dem Heimserver mit Zugriff aus dem Internet Hosted, soll eine HTML Produktbeschreibung entstehen, welche direkt die Bilder aus Stud Sphere einbindet, und man bei eBay nur noch 1 Bild hochladen muss und den Text rein kopieren.
Sowas ist aber noch Zukunftsmusik, den die Lagerverwaltung ist erstmal 10000x wichtiger, mir zumindest.
Der Verwaltungsteil soll nach meinem willen, unter einer Open Source Lizenz veröffentlich werden für den Privaten gebraucht. Ein Github Repo gibt es schon, und ich arbeite auch gerade noch an einer Demo zum Ausprobieren für dieses Forum.
Das Repo findet Ihr unter: https://github.com/gmen-de/StudSphere
Bitte seht es mir nach, wenn sich das Projekt nicht so schnell entwickelt, mein Leben besteht halt nicht nur aus diesem Projekt, sondern auch noch aus einer 5 Köpfigen Familie mit Hund ;)
Bevor ich mir nun die Arbeit mache wegen der Opensource Lizenz, den Rechtlichen Aspekten des Rebrickable CSV- und Bilder Imports, würde ich gerne einmal eure Meinung hören, ob das Projekt für euch überhaupt interessant ist.
Welche wünsche diese Community noch hätte, aber mit folgenden Einschränkungen: Keine Features die mit der Monetarisierung der Sammlung direkt zu tun haben (Wertermittlung, Wertbeobachtung, Verkauf, Empfehlung für Partout oder Komplett Verkauf usw.)
Es soll Primär beim Open Source Teil um die Lagerverwaltung der Steine gehen und um die Verwaltung und Komplettierung der eigenen Sets.
Sollte ich mit dem Thema gegen die Forenregeln verstoßen, bitte ich schonmal um Entschuldigung.
Nun freue ich mich auf eure Meinungen und anbei schonmal ein paar Screens von dem was man schon zeigen könnte...
Mit freundlichen Grüßen
Jan
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Monsieur Greenhorn gefällt das
Hallo Jan,
ich habe ähnliche Pain-Points wie Du. Vor allem für die Lagerung von Sets und Steinen in Kisten, Sortierboxen, aufgebaut, abgebaut etc sowie die Teile-Verwaltung von MOCs und Ideen suche ich noch nach einer Lösung. Ich habe auch schon darüber nachgedacht, mir selber was zu coden (ist aber aus Zeitgründen nicht sehr weit gekommen). Daher verstehe ich die Motivation sehr gut.
Trotz dem Monetarisierungsziel (zumindest bist Du da transparent) habe ich kurz in Dein Github repo geschaut und wollte das Tool mal schnell hochziehen. Leider liegt kein Docker Container vor. Damit wäre es für mich einfach bei mir lokal oder auf meinem Heim-Server auszuführen. Einen eigenen Webserver betreibe ich nicht (bei mir läuft alles über Container und Reverse Proxy). Außerdem frage ich mich, ob MariaDB wirklich notwendig ist oder ob Sqlite nicht für die meisten Leute ausreichen sowie die Einstiegshürde deutlich senken würde. Falls irgendwann auch ein Docker image bereit steht, schaue ich gerne mal rein. Die Screenshots sehen ja vielversprechend aus.
Grüße,
Knatsch (ebenfalls Informatiker und Kind der 80er)
Ace of Space
26.07.2026, 00:21
Als Antwort auf den Beitrag von Knatschsack
Editiert von
Ace of Space
26.07.2026, 00:23
Moin Knatschsack,
für einen Docker Container ist es noch zu früh, aber das später in einem LAMP-Container zu verpacken ist ja kein Problem... aber ich würde es auch immer ohne Docker anbieten, und lieber ne XAMP Anleitung für den rein lokalen Einsatz schreiben
, zumal man das so auch ohne Heimserver beim Sharedhoster wie Strato einfach hosten kann.
Aber wenn du mal rein schauen willst, ich habe das mal schnell bei Strato eingerichtet, gilt natürlich auch für alle anderen die interessiert sind.
http://studsphere.grell.network
User: demo
Pass: 1000steine
PS: Nur mit Bricklink Import bin ich schon bei ~1.600.000 Zeilen in der Tabelle, und da ist noch nicht von der eigenen Sammlung drin
, außerdem wäre SQLite eventuell beim Shared Hoster wieder ein Problem...
Gruß
Jan
Danke fürs bereit stellen. Ich habe mal reingeschaut und von der UI gefällt es mir gut. Von den Funktionen habe ich kaum was getestet, außer mal ein Teil in die Sammlung eingefügt. Ansonsten fehlen ja viele Funktionen noch.
Ich sehe keinen Sinn als Einzelperson so ein Tool zu hosten. Das kostet Geld und bringt gar keinen Vorteil. Irgendwas zu hosten macht nur Sinn, wenn mehrere Leute das gemeinsam Nutzen (und auch irgendwie miteinander interagieren) oder wenn Du das als Plattform direkt aufziehst. Dann brauchst Du natürlich auch ne performannte Datenbank. (Da ist dann aber auch die Frage ob MariaDB überhaupt skaliert wenn man 10.000e Nutzer gleichzeitig hat.)
1,5 Mio Einträge finde ich für Einzelnutzer noch nicht schlimm für SQLite. Da fehlt mir grad die Phantasie was die Nutzer für Use Cases haben könnten, dass sie die Datenbank derart stressen, so dass es für sie ein Nachteil wäre nur SQLite zu haben. Aber auch da ist die Frage, wie oft und lange dieser use Case vorkommt. Wenn man mal paar Minuten warten muss, weil man grad sein ganzes Bricklinkkonto importiert oder komplettes Rebrickable scraped, dann ist das eben so, vor allem wenn man es lokal bzw. im Heimnetz betreibt. Eine hohe Rechenleistung bei nem Hoster abzurufen, die dann eine MariaDB ausreizt, wird dann sowieso ordentlich teuer, wenn man vorher überhaupt solche Leistungsklassen gebucht hat.